Wissenswertes
Noch im Aufbau, Inhalt folgt
Fütterung unserer Welpen
- Wenn möglich werden die Welpen mindestens die ersten 2 Wochen voll von der Mutter gesäugt. Danach erhalten sie eine Mahlzeit mit Welpenmilch/brei vermischt mit Hüttenkäse oder Quark und aufgeweichten Haferflocken. Nach einer weiteren Woche erhalten sie die erste Fleischmahlzeit aus Rindertartar (pur). Nach ein paar Tagen gibt es dann grünen Pansen. Die Mahlzeiten werden nach der Gewöhnungszeit mit Vollflocken vermischt und schrittweise auf 2-3 Mahlzeiten am Tag ausgeweitet (morgens weiterhin Milch). Außerdem werden die Welpen ca. 2 Wochen vor dem geplanten Auszug noch an Trockenfutter (Welpen von Josera) gewöhnt. Diese werden anfangs in Wasser aufgeweicht und den Welpen zur Mittagszeit gegeben.
Bevor der Welpe nach Hause kommt
- Ausstattung: die wichtigesten Sachen sind der Hundekorb oder eine Box, eventuell noch eine zweite Schlafstelle, Halsband und Leine (wir bevorzugen auch für unsere Welpen Halsbänder und nutzen Geschirre nur zur Arbeit), Futter und Wasserschüssel und natürlich Futter. Zusätzlich natürlich gern auch das ein oder andere Spielzeug. Wir mögen am liebsten Spielzeug OHNE Quitscher oder Zerrspielzeuge. Stofftiere halten selten lang und werden gern "ausgeweidet". Man muss aber oft länger suchen bis man gutes haltbares Spielzeug gefunden hat. Zum üben sind auch "Leckerchen" sinnvoll. Diese sollten klein und weich sein, so das der Hund sie schnell fressen kann und durch langes kauen die Übung nicht zu lange unterbrechen muss.
- Zusätzlich: neben der normalen Ausstattung für den Hunde brauchen sie für die Anfangszeit sicher genügend Haushaltstücher und ein Reinungsmittel um die doch daneben gegangenen Hinterlassenschaften zu entfernen. Sollten sie Hartboden haben ist das natürlich anfangs ideal, eventuell vorhandene Teppiche am besten wenn möglich erst mal zur Seite legen.
- Literatur/DVDs: da ich persönlich mir nicht gern trockene Bücher durchlese, hab ich vor dem Einzug unseres Welpen, DVDs besorgt. Allerdings ist die Erziehung teilweise sehr unterschiedlich. Man muss für sich selbst den richtigen Weg finden. Vorn Unterdrückung (den Welpen auf den Rücken schmeisen) halt ich überhaupt nichts, aber ebenso schlecht finde ich ausschließlich positive Erziehung ohne Verbote. Ich persönlich fand die DVDs von Lind-art sehr gut, sowie "von der Hand in die Welt". Wobei zweiteres sich weniger mit der Erziehnung des Welpen beim späteren Besitzer beschäftigt. Die DVD "Hunderziehnung mit System" hat mich z. B. überhaupt nicht überzeugt. Aktuellere Videos kann ich selbst momentan noch nicht beurteilen.
Der Welpe im neuen zu Hause
- Ankommen: Lassen sie ihren Welpen erst mal in Ruhe ankommen. Wichtig ist sich bereits vor dem Einzug einen ruhigen Platz für den Hund zu suchen, bei dem er selbst zur Ruhe kommt, aber auch nicht zu weit weg von seinen Menschen liegt. Meine Hunde haben mittlerweile ihren Platz unter dem Tisch in der Küche. Da ich mich eher selten im Wohnzimmer aufhalte, haben sie auch nie im "Körbchen" dort gelegen.
- Ruhe: Für mich ist die wichstigste Maßnahme, das der Hund als erstes "Ruhe" lernt, also lernt abzuschalten und sich ausruht und nicht von morgens bis abends bespasst wird. Nur so haben sie auch später einen entspannten ausgeglichenen Hund, der aber sicher auch gern "Sport" macht, aber nicht den ganzen Tag nervös mit der Frisbee im Maul neben ihnen sitzt. Der Hunde sollte auch auf seinem Platz - diese kann auch eine Box sein - liegen bleiben und ihnen NICHT andauernd folgen. Nur wenn er entspannt liegen bleibt, kann der Hund sich auch wirklich erholen.
- Sauberkeit: Gehen sie sofort nach dem Fressen mit dem Welpen nach drausen. Bitte NICHT spielen, sondern nur zum lösen. Sie müssen keinen Spaziergang machen oder so lange laufen bis der Welpe macht. Es reicht auch einfach mit dem Welpen in den Garten auf die Wiese zu gehen.Sehen sie im Haus, das der Welpe eine Stelle sucht, sich z. B. lange im Kreis dreht mit der Nase über dem Boden, nehmen sie ihn sofort und tragen sie ihn nach drausen. Währende des "Geschäftes" lassen sie ihn in Ruhe, aber sobald er fertig ist, wird er überschwänglich gelobt "prima, klasse, super gemacht" und wirklich so überschwänglich das er sich freut wie Bolle. Sollte doch mal etwas in der Wohnung daneben gehen, nicht strafen. Außerdem machen sie das daneben gegangene wortlos weg, möglichst so, das der Welpe es NICHT sieht, das sie es weg putzen.
- Befehle/Verhalten: bitte
hypnotisieren sie ihren Hund nicht (Yvonne Glanzer lässt grüßen
:-) ) mit 20 x gelangweiltem "Nein" hintereinander. Ein scharfes
klares knappes Nein sollte im Normalfall ausreichen. Dabei macht
sozusagen der Ton die Musik, nicht unbedingt die Lautstärke.
Manchen Leuten hilft es aber das Nein scharf und Laut zu sagen.
Bei mir sind schon so einige Menschen zusammen gezuckt auf dem
Hundeplatz, wenn mein Hund dann doch etwas nehmen wollte was er
nicht durfte. Mittleweile reicht bei uns schon meist nur ein
räuspern aus und der und weiß Bescheid. Auch lange Dialoge mit
dem Hund sind wenig zielführend, ihr Hund spricht nicht mit
Worten wie wir Menschen. Geben sie ihm kurze deutliche Befehle,
also anstatt "was machst du da, komm wieder zurück" reicht ein
einfache "Hiiiieeeer".
Wenn sie mit ihrem Hund "reden", bleiben sie aufrecht stehen und beugen sich nicht permanent zu ihm runter. Sie vermitteln dem Hund durch die aufrechte Haltung eine bestimmteren Eindruck also gebeugt auf Kuschelkurz zu gehen. Bitte auch nicth permanent vor der Nase rum fuchteln, wenn er sie nicht anschaut. - Spaziergänge: bitte laufen
sie auf keinen Fall zu lange mit ihrem Welpen. Man sagt pro
Lebenswoche 1 Minute, also bei einem 10 Wochen alten Welpen
reichen 10 Minuten Spaziergang vollkommen aus. Bitte auf keinen
Fall eine Stunde gehen, sie überfordern den Welpen und auch die
Gelenke des Welpen total. Auch wenn sie es ihm nicht anmerken,
werden sie es später wenn der Hund älter wird merken. Lieber
öfter am Tag für 10 Minuten raus gehen. Auch später, mit einem
Junghund würde ich mich tatsächlich an die Minute pro
Lebenswoche halten. Wenn er mit einem Jahr fast ausgewachsen
ist, sind lange Spaziergänge von 1 Stunde kein Problem mehr.
Hinterlassenschaften werden bitte immer weg geräumt insofern man nicht das Glück hat, das der Hund sich soweit in das Gebüsch drückt, so dass sowieso keiner mehr dran kommt. Wiesen und Felder sind tabu als Hundeklo.Auch wir haben Heu für unseren andere Tier und ich greife sehr ungern beim Verteilen des Heus in Hundehaufen (auch wenn die dann schon getrocknet sind). - Langsam anfangen: fangen
sie langsam an Befehle zu üben. 2 x täglich für 5 bis maximal 10
Minuten reicht vollkommen aus.
Hier fangen wir an mit Sitz, Platz, Steh (Steh vergisst man oft).
Beim Fressen lassen wir die Hunde immer erst sitzen, sie dürfen ihr Futter erst nehmen, wenn ich es ihnen frei gebe. Auch bei Welpen machen wir das so. Zusätzlich nehmen wir dem Welpen das Futter auch ab und an mal weg, geben es ihm aber sofort wieder. Auch streicheln wir den Hund beim Fressen. Nichts ist schlimmer als ein Hund der aggressiv sein Futter gegen Menschen verteidigt, nicht auszudenken was passiert wenn z. B. ein kleines Kind im Haushalt dem Futternapf mal zu Nahe kommt. - Alltag und Außergewöhnliches:
fangen sie möglichst früh an den Welpen an alles Dinge zu
gewöhnen. Gehen sie absichtlich in die Eisdiele, ins Restaurant,
zum Schnellimbiss, in die Stadt mit vielen Leuten, auf die
Kirmes, Fahren sie Zug oder Bus, Aufzug fahren ist auch ganz
wichtig. Auch finde ich einen Trip in einer Gondel (z. B. in
Koblenz gibt es die Gondel zur Festung) nicht schlecht.
Wir versuchen zwar die Welpen schon an einiges zu gewöhnen, schaffen das aber natürlich nicht in dem Umfang, wie man das mit einem Welpen macht. Wir können ja schlecht mit vielen Welpen in die Eisdiele. - Autofahren: Welpen haben anfangs einen schlechten Gleichgewichtssinn. Probieren sie aus, was für ihren Welpen besser ist, lieber weiter unten ohne Sicht nach drausen, oder mit Sicht nach aussen. Fahren sie oft kleine Strecken, sei es schnell zum Bäcker oder um ihr Kind vom Sport abzuholen. Sehr gut sind auch die kurzen Autofahrten mit etwas besonderem abzuschließen, so kann man z. B. anstatt zum kurzen Spaziergang zu laufen, auch gut gerade um die Ecke mit dem Auto fahren und dann im Feld laufen gehen. Auch wenn die Nachbarn lästern das man das kurze Stück ja hätte laufen können :-)
- Sonstiges: Weitere sinnvolle Übungen sind für mich z. B. das Leckerchen auf dem Boden, das nur auf Freigabe genommen wird. Diese Übungen weite ich aus, das ich beim Spaziergang z. B. Käse auf den Boden lege und der Hund es nicht nehmen darf.
- Rückruf: Eine der wichtigsten Übungen mit einem Hund ist generell der Rückruf. Sei es bei unerwünschten Hundebegegnungen, der Hund will jagen oder ähnliches. Gerade den Rückruf sollte man oft üben und immer positiv belohnen. Ist der Hund im Spiel mit einem anderen Hund, kurzer Rückruf, belohnen (sie es mit Worten oder auch Leckerchen) und wieder zum Spiel frei geben. Sieht der Hund etwas interessantes am Wegrand, kurzer Rückruf, erneute Freigabe. Dies kann man mit vielen verschiedenen Situationen üben.
- Allmein: überlegen sie sich, welches Verhalten sie auch bei einem erwachsenen Hund noch toll finden. Möchten sie z. B. ihr legen lang einen Hund der auf ihren Händen rumkaut, ihnen permanent das Gesicht ableckt, an ihnen hoch springt, bei allem und jeden bellt, ihnen am Hosenbein hängt, im Bett oder Sofa schläft und und und. Alles mag bei einem Welpen noch so süß sein, aber denken sie immer daran, das der Welpe das als erwachsener Hund weiter machen wird. Deswegen sollten sie Verhalten was sie auch später nicht möchten, bereits als Welpe unterbinden. Achtung, bei ablecken sollten sie das nicht verbieten, sondern sich aus der Situation entziehen (kopf weg drehen z. B.)
- Hundebegegnungen: Bitte leinen sie ihren Hund IMMER an, wenn sie sehen das ihnen ein Hund entgegeben kommt. Auch wenn ihr Hund verträglich ist und "doch nur spielen" will, sie wissen nie ob der andere Hund verträglich ist, vielleicht aggressiv oder ein Angsthund ist. Vielleicht ist der andere sogar krank und hat etwas ansteckendes... oder oder oder. Es ist einfach ein absolutes "No go", seinen Hund absichtlich zu einem anderen Hund rennen zu lassen. Möchte man die Hunde tatsächlich miteinander spielen lassen, sollte man sich zuerst mit dem anderen Halter abstimmen. Gleiches gilt natürlich auch wenn einem Spaziergänger, Fahrradfahrer usw. entgegeben kommen. nicht jeder mag Hunde und möchte schon gar nicht von einem Hunde angesprungen werden.
- Hundeschule/Welpengruppe: auch wenn sie bereits einen Hund hatten/haben, ich persönlich finde den Kontakt zu anderen Welpen unter Aufsicht sehr wichtig. Gerade bei Anfängern ist der Besuch einer guten Hundeschule sehr wichtig. Ich empfehle hier das Hundezentrum Mayen unter der Leitung von Yvonne Glanzer. Wir waren biser mit jedem unserer Hunde in Welpengruppe und später auch in der Junghundegruppe.
- diese Liste kann man vermutlich endlos weiter führen und mir
fällt immer wieder was ein